Anträge

Antrag zur einmaligen Erhöhung des Jugendzuschuss zur Vereinsförderung

Gemeinsam mit dem Ehrenamtsreferenten Georg Hadersdorfer stellt unsere Sportreferentin Verena Kuch den Antrag zur einmaligen erhöhten Vereinsförderung um den Vereine in Moosburg eine Unterstützung für ihr großes Engagement im schwierigen Coronajahr 2021.

Hier der Antrag im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dollinger, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen:

Hiermit stellen wir Verena Kuch, Sportreferentin und Georg Hadersdorfer, 2. Bürgermeister und Ehrenamtsreferent folgenden Antrag:

Zur Vereinsunterstützung, während der Coronakrise erhöht die Stadt Moosburg einmalig für das Jahr 2021 den allgemeinen Jugendzuschuss (Kapitel II der Vereinsförderrichtlinien) von 20€ auf 24€.

Begründung:

Die Coronakrise spiegelt sich in allen Bereichen des Lebens wider und auch unsere Vereine leiden unter der Situation. Wettkämpfe, Auftritte, Aktionen und Feste konnten nicht wie gewohnt stattfinden. Trotzdem haben unsere Vereine ihre Jugendarbeit auch in den Lockdowns teilweise online weitergeführt und viel Einsatz gezeigt. Gerade sportliche Aktivitäten sind für Kinder und Jugendliche in der Krise sehr wichtig.

Auch die Ausarbeitung und Einhaltung von Hygienekonzepten stemmten die Ehrenamtlichen, um ihre Vereinstätigkeit zwischenzeitlich durchführen zu können.

Um dieses Engagement zu würdigen und den Vereinen eine finanzielle Unterstützung für ihre Jugendarbeit zu gewährleisten beantragen wir die einmalige Erhöhung des Jugendzuschuss für 2021 von 20€ auf 24€ für jedes jugendliche Mitglied.

Im Zuge dieses Antrags wollen wir uns für das große Engagement der Vereine in Moosburg bedanken.

Antrag: Öffentliche Beratung des Haushaltes 2021

Sitzungen des Stadtrates sind grundsätzlich öffentlich, sofern nicht besondere Gründe dem entgegenstehen. Als dieser besondere Grund, warum die Vorberatung des Haushalts dieses Jahr in nichtöffentlicher Sitzung erfolgen soll, wird von der Verwaltung auf den Schutz vor Corona-Infektionen verwiesen.

Der Schutz vor Corona-Infektionen ist sehr wichtig. Dennoch ist bei jeder Maßnahme auch abzuwägen, ob das gleiche Ziel nicht mit milderen Mitteln erreicht werden kann. In den letzten Jahren waren bei den Haushaltsberatungen regelmäßig nur die Vertreter und Vertreterinnen der Presse anwesend. An andere Zuhörende aus der Bürgerschaft kann ich mich nicht erinnern. Angesichts der Platzverhältnisse in der Stadthalle denke ich daher, dass es unkritisch ist, zu den Finanzberatungen die Öffentlichkeit und vor allem die Presse zuzulassen. Gegebenenfalls könnte man zusätzlich eine zahlenmäßige Beschränkung der Zuhörerplätze festlegen. Auch dies wäre ein milderes Mittel, um einen angemessenen Infektionsschutz zu gewährleisten, als die gesamte Öffentlichkeit auszusperren.

Wir halten es aber auch für wichtig, dass gerade in diesem Jahr die Öffentlichkeit und die Presse auch den Prozess der Haushaltsvorberatungen verfolgen können. Bei den zu erwartenden Einnahmeausfällen sollte die Öffentlichkeit auch darüber informiert werden können, wie der Stadtrat bei einzelnen Positionen des Haushalts diskutieren, abwägen und entscheiden.

Wir beantragen daher die Haushaltsberatungen wie in den Vorjahren in öffentlicher Sitzung durchzuführen.

Antrag: Unterstützung Kita-Personal

Liebe Freundinnen und Freunde

hiermit stelle ich in meiner Funktion als Kita-Referentin gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen folgenden Antrag:

Der Stadtrat beschließt: als Beitrag zur Deckung des Personalbedarfs und zur Bindung von qualifizierten pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen dem Fachpersonal folgende zusätzliche Unterstützung im finanziellen Bereich, in der Gesundheitsprävention zu
gewähren und die Arbeitsqualität wie folgt zu verbessern:

  1. Finanzielle Unterstützung und Gesundheitsprävention:

Es wird eine finanzielle Unterstützung für alle im sozialen Erziehungsbereich tätigen Fach- und Ergänzungskräfte in Höhe von insgesamt monatlich 44 Euro steuerfreie Sachzuwendung eingeführt.
Es wird für alle städtischen Mitarbeiterinnen (inkl. allen Mitarbeiterinnen, die im sozialen Erziehungsbereich als Fach- und Ergänzungskräfte tätig sind), einschließlich der beiden städtischen Unternehmen, eine finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt monatlich 44 Euro pro Vollzeitstelle (Teilzeit prozentual) steuerfreie Sachzuwendung eingeführt. Die dadurch entstehende Differenz soll den städtischen Mitarbeiter*innen wieder im Volumen der LOB aufgestockt werden.

Die Zuzahlung soll ausbezahlt werden in
a) 34€ als Moosburg Card

b) 10€ für Ausgaben im Bereich der Gesundheitsprävention wie z.B. Sportvereinsmitgliedschaften, Nutzung von Sporteinrichtungen der Stadt Moosburg oder Fitnessstudios.

Im Übrigen soll in den Defizitverträgen mit den freien Trägern von Kindertageseinrichtungen die steuerfreie Sachzuwendung Berücksichtigung finden (Übernahme durch die Stadt Moos-
burg), soweit die freien Träger ebenfalls die Sachzuwendung ihren Mitarbeitern bezahlen.

Für die Träger ohne Defizitvertrag kann eine Einzelvereinbarung getroffen werden. Maßgebend ist jeweils der Durchschnittswert der Beschäftigungsstunden nach dem KIBIG.WEB, geteilt durch die tarifliche wöchentliche Arbeitszeit.

  1. Arbeitsqualität:
    Der anvisierte Anstellungsschlüssel für Gruppen in städtischen und nichtstädtischen Krippen und Kindergärten soll auf 1 : 8 und in Horten auf 1 : 7 reduziert werden. Dafür ist eine Berechnung anzustellen und entsprechend zusätzliches Personal einzustellen bzw. die Defizitverträge mit den freien Trägern anzupassen.

Begründung:

Die Kindertagesstätten in Moosburg leiden unter der großen Herausforderung: Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Tageseltern zählen zu den Mangelberufen, der Markt ist „leergefegt“ – in Krippen, Kindergärten und Hort. Doch nach § 24 Abs. 2 und 3 SGB VIII haben Kinder zwischen dem ersten Lebensjahr bis zum Schulbeginn einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Die Sicherstellung eines ausreichenden Betreuungsangebotes liegt nach Art. 5 Abs. 1 BayKiBiG im eigenen Wirkungskreis der Gemeinde. Die Stadt hat somit die Pflichtaufgabe und die Verantwortung die Kinderbetreuung der Moosburger Kinder sicher-
zustellen und erhält zur Umsetzung Unterstützung durch Dritte. Dies sind Träger nach Art. 3 Abs. 1 BayKiBiG, wobei die „sonstigen Träger“ private Träger sind.

Viele freie Stellen können aktuell nicht mehr ausreichend mit qualifiziertem Personal besetzt werden und das bestehende Personal ist überlastet. Doch das Wohl der Moosburger Kinder hängt vom Wohl der Kita-Mitarbeiter*innen ab. Nicht zuletzt durch Corona ist es jetzt mehr
denn je Zeit dem Kita-Fachpersonal noch mehr Wertschätzung entgegenzubringen und ihren Einsatz für die Betreuung unserer Kinder und somit unserer Zukunft zu unterstützen.

  1. Zur Finanziellen Unterstützung und Gesundheitsprävention:

Nach vielen Gesprächen zum Thema Deckung des Personalbedarfs und Bindung von qualifizierten Fachkräften bei Kita-Personal führte der Entscheidungsprozess zu einer maximalen monatlich steuerfreie Sachzuwendung über 44€.

Zusätzlich sollen ebenso ausnahmslos alle städtischen Mitarbeiter*innen, einschließlich der städtischen Unternehmen (Kläranlage und Wasserwerk) diese Zulage erhalten, um bei dieser Gelegenheit die Wertschätzung der Arbeit aller städtischen Mitarbeiter*innen hervorzuheben und eine mögliche Gleichbehandlung des geschätzten diversen Personals einzuhalten.

a. Monatlich 34€ in Form einer Moosburg Card 2.0

Mit der Moosburg Card kann das Personal frei entscheiden, welche Zusatzleistung es lokal aus Moosburg nutzen möchte. Durch die Vergabe einer Moosburg Card wird die Moosburger Innenstadt wirtschaftlich gefördert, was aktuell notwendig ist. Die Stadt Moosburg ist ein gutes Beispiel für andere Moosburger Unternehmer, da sie sowohl in die Motivation aller eigenen Mitarbeiter*innen als auch in die Wirtschaft der eigenen Stadt investiert. Das Vorbild der Stadt Moosburg kann auch zu Neumitgliedern bei der Moosburg Card führen.

b. Monatlich 10€ Gesundheitsprävention

Falls ein Gesundheitsanbieter Mitglied der Moosburg Card ist, kann auch hierüber abgerechnet werden. Alternativ kann die Zulage beispielsweise wie folgt eingelöst werden:

  1. Monatlich: 5€: Sportvereinsmitgliedschaft; 2,50€: Freibad Moosburg (12er Karte); 2,50€: Eisstadion (12er Karte)
  2. Alternativ 10€ für Fitnessstudio: Beitrag zum individuellen Monatsbeitrag
    Gerade das Personal in Kindertageseinrichtungen ist physisch gefordert: die Ausstattung hat oft Kindergrößen (z.B. Stühle), viel Arbeit findet am Boden statt, Kinder müssen gehoben werden und auch der dauerhafte Lärmpegel führt zu Stress und Anspannung. Es ist wichtig die Gewährleistung der Gesundheit aller Mitarbeiter*innen präventiv und nachhaltig zu beeinflussen und einen Beitrag hierfür zu leisten.
  1. Arbeitsqualität
    Der Anstellungsschlüssel gibt wieder, wie viele Arbeitsstunden des pädagogischen Personals auf eine gebuchte Buchungszeitstunde entfallen (z.B. 1 Arbeitszeitstunde Personal = 8 Buchungszeitstunden Kind). Eine der aktuell größten Herausforderungen des Kita-Personals ist die hohe Anzahl der Kinder verteilt auf die geringe Anzahl des Personals. Zur Entlastung gilt es die Möglichkeit zu schaffen mehr Personal für die gleiche Kinderanzahl anstellen zu dürfen. Besonders in den Horten herrscht u.a. aufgrund der Arbeitszeiten am Nachmittag ein hoher Personalmangel. Je geringer das Verhältnis des Anstellungsschlüssels, desto mehr Personal in den Einrichtungen ist möglich, desto höher die Qualität der Kinderbetreuung und somit das Wohl der Moosburger Kinder.

Um mittel- und langfristig als Arbeitgeber für qualifiziertes pädagogisches Fachpersonal in Krippen, Kindergärten und Hort attraktiv zu bleiben bzw. zu werden ist die Stadt Moosburg gefordert die oben genannten Arbeitsplatz-Bedingungen auszubauen. Somit unterstützt die Stadt auch die Sicherstellung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz.

Alle Forderungen sollen für sowohl städtische als auch nicht-städtische Institutionen ermöglicht werden. Die Zusammenarbeit in der Kinderbetreuung für Moosburger Kinder steht im Fokus, ein gegenseitiges Wegwerben in eine andere Trägerschaft soll vermieden werden.

Durch ein gemeinsames Auftreten kann Moosburg für Kita-Personal attraktiver wirken. Außerdem kann auch bei Nachbargemeinden, die teilweise verschiedene Zulagen (z.B. steuerfreie Sachzuwendung oder Arbeitsmarktzulage) verwenden, standgehalten werden.

Wir bitten die Ausgaben in den Haushaltsplanungen ab 2021 zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Gez.
StRin Nathalie von Pressentin / Kita-Referentin

Antrag: Neue Fahrradstraßen

Unsere Fraktion stellt zum weiteren Ausbau des Radroutennetzes in Moosburg den Antrag durch die Widmung der Viehmarktstraße, der Graf-Konrad-Straße und des Stadtgrabens (ab Steinbockstraße) als Fahrradstraße auszuweisen.

Auch das kürzlich im Stadtrat vorgestellte Verkehrsgutachten des Büros Stadt-Land-Verkehr GmbH zeigt, dass in Moosburg das Fahrrad bereits einen hohen Stellwert besitzt, aber bei der Erhöhung des Radverkehrsanteils im Modal Split (Anteil an den zurückgelegten Wegen) noch deutlich Luft nach oben besteht. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass über 70% aller mit dem Auto in Moosburg zurückgelegten Wege kürzer als 2 km sind, ideale Entfernungen für die Benutzung des Fahrrades.

Das Gutachten zeigte aber auch, dass für die Moosburger Bevölkerung die beiden größten Verkehrsprobleme die hohe Verkehrsbelastung und fehlende Radwege sind.

Darüber hinaus zeigen Untersuchungen in Deutschland und weltweit, dass die gefühlte (subjektive) Sicherheit für viele Menschen das entscheidende Kriterium ist, das Fahrrad zu benutzen. Besonders bekannt ist hierbei die Portlandstudie aus den USA.

Deswegen ist die Erhöhung der objektiven und der subjektiven Sicherheit durch die Errichtung von Radwegen eine der wichtigsten Maßnahmen zum Ausbau des Radverkehrsanteil, den der Stadtrat wie erst vor wenigen Monaten beschlossen, in den nächsten Jahren deutlich erhöhen möchte.

Daher wollen wir als nächsten Schritt die beantragten Straßen als Fahrradstraßen ausweisen um für den Alltagsradverkehr und insbesondere den Schülerverkehr sichere und durchgängige Radrouten von der Isarbrücke, bzw. Mühlbachbrücke der Landshuterstraße bis zum Schulzentrum Nord zu schaffen. Weitere Schritte sollen folgen.

Michael Stanglmaier

Bereitschaftserklärung zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria

Anfang September diesen Jahr zerstörte ein Brand das Flüchtlingscamp Moria. Tausende Menschen darunter viele Kindern sind obdachlos. Überparteilich stellen wir gemeinsam mit Julia Neumayr und Thomas Wittmann (beide fresh), Gerd Beubl (SPD), Stefan John (Die Linke) und Philipp Fincke (FDP) den Antrag Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen.

Der Antrag wurde am 9. Oktober 2020 bei der Stadt Moosburg eingereicht.

Hier der Antrag im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dollinger,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen:

Hiermit stelle ich gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, sowie Julia Neumayr (fresh), Thomas Wittmann (fresh), Stefan John (Die Linke), Gerhard Beubl (SPD) und Philipp Fincke (FDP)    folgenden Antrag:

Die Stadt Moosburg erklärt ihre Bereitschaft, aus humanitären Gründen anteilig Flüchtlinge aus dem niedergebrannten Lager Moria aufzunehmen und den Landkreis Freising in dessen Beschluss zu unterstützen. Der Bürgermeister wird beauftragt, das Bundesinnenministerium und alle anderen relevanten Stellen im Bund und im Freistaat sowie den Landrat des Landkreises Freising über die Bereitschaft zu informieren.

Begründung

Knapp 13 000 Flüchtlinge sind nach dem Brand im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos derzeit ohne Obdach und ohne Versorgung. Diese Menschen benötigen Hilfe aus allen Ländern der EU.

Seit langem wurde die Situation auf Lesbos von Hilfsorganisationen stark kritisiert und eine Evakuierung des Lagers gefordert. Jetzt hat sich die Lage drastisch zugespitzt.

Am 24.Sepetmber 2020 hat der Landkreis Freising einer ähnlichen Resolution zugestimmt. Die Stadt Moosburg hat somit die Chance an einem Strang mit dem Landkreis zu ziehen und anderen Kommunen im Landkreis zu einer ähnlichen Resolution zu motivieren.

Die Corona-Krise zeigt, wie schnell und effektiv gehandelt werden kann. Umso unverständlicher ist es für uns, dass für Flüchtende in Not keine raschen Hilfemaßnahmen getroffen werden, sondern quälend langsame Verfahren laufen. Zeigen wir Humanität und lassen wir die Menschen nicht zurück! Die Stadt Moosburg kann die Flüchtlingsfrage nicht insgesamt lösen, aber wir können unsere Bereitschaft erklären, die menschliche Not zu lindern und auch Druck auf die Bundesregierung ausüben endlich entsprechend zu handeln. Moosburg hat vielfach gezeigt, dass wir ankommende Flüchtlinge gemeinsam gut integrieren können und sie ein Teil von Moosburg geworden sind.

Grüner Antrag erfolgreich: Bienenhaltung ist jetzt in städtischen Kleingärten möglich

Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, dass Bienenhaltung künftig in Kleingärten zulässig ist. Unser Antrag wurde von der Verwaltung sogar noch erweitert auf bis zu fünf Völker. Auch dem haben wir natürlich sehr gerne zugestimmt. Es hat sich also gelohnt!

(Stand 05. Oktober 2020) Bienenhaltung in städtischen Kleingärten ermöglichen – Änderung Gartenordnung

Derzeit ist in der Kleingartensiedlung der Stadt Moosburg an der Lände die Haltung von Tieren aller Art (einschließlich Bienen) untersagt. Dies ist geregelt in der Nr. 4, Passus 4.1. der Gartenordnung der Stadt Moosburg. 


Aus unserer Sicht sind die Kleingärten sehr gut geeignet, um dort Bienen zu halten. Da auch das konkrete Interesse besteht bzw. in Unkenntnis dieser Regelung bereits erste Bienenvölker dort gehalten werden, sollte die Stadt Moosburg die Satzung anpassen. 


Wir beantragen daher als Grüne Stadtratsfraktion die Gartenordnung dahingehend zu verändern, dass die Haltung von Bienen grundsätzlich erlaubt wird. Die Anzahl der Völker ist mit Rücksicht auf die Nachbarschaft auf zwei Völker zu begrenzen. 


Im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Haltung der Bienen wird die nachgewiesene Teilnahme an einem Anfängerkurs und die Mitgliedschaft in einem Moosburger Imkerverein zur Auflage gemacht. 


Der Antrag wurde heute bei der Stadt Moosburg eingereicht. 

Hier der Antrag im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dollinger,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Haltung von Bienen in der städtischen Kleingartensiedlung steht derzeit im Widerspruch zur gültigen Gartenordnung.

Daher stellt die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen folgenden Antrag:

Die Gartenordnung der Stadt Moosburg wird geändert. Der bisherige Passus 4.1. der Gartenordnung soll künftig durch folgenden Wortlaut ersetzt werden: 

4.1. Tierhaltung ist nicht erlaubt. 

4.2. Ausnahme ist die Haltung von Bienen. 

Das Halten von Bienen ist der Stadt Moosburg anzuzeigen und steht unter genehmigungsvorbehalt. Die Genehmigung wird erteilt, wenn die Anzahl auf maximal zwei Völker begrenzt ist, die dauerhafte Mitgliedschaft in einem Moosburger Imkerverein sowie die Teilnahme an einem Anfängerkurs nachgewiesen wird.

Begründung:

Bislang ist die Haltung von Tieren (einschließlich Bienen) in der städtischen Kleingartensiedlung explizit ausgeschlossen. Anlass ist die konkrete Anfrage eines Pächters.

Die Haltung von Bienen ist aus unserer Sicht aus ökologischer Sicht durchaus wünschenswert. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung führt dazu aus: „Für die Bestäubung von blühenden Pflanzen nehmen Honigbienen eine unverzichtbare Stellung im Naturhaushalt unserer Kulturlandschaften ein. Eine flächendeckende Bienenhaltung sorgt für eine ausreichende Bestäubung von Nutz- und Zierpflanzen.“ (https://www.praxis-agrar.de/tier/bienen/oekologische-bienenhaltung/)

Die Haltung von Bienen unterliegt derzeit erstaunlich wenigen Auflagen. So ist für die Haltung weder eine behördliche Genehmigung noch eine besondere Qualifikation als Imker erforderlich. Es ist lediglich eine Anmeldung beim zuständigen Amtsveterinär erforderlich. Dies birgt in der Praxis teilweise Probleme, wenn im Einzelfall die Bienenhaltung nicht fachgerecht durchgeführt wird. Daher sollte – auch nach Rücksprache mit Herrn Birgmeier, 1. Vorsitzender Imkerverein Moosburg – die Teilnahme an einem Anfängerkurs und die Mitgliedschaft in einem Moosburger Imkerverein zur Auflage gemacht werden. Die Mitgliedschaft und der Teilnahmebestätigung sind der Verwaltung vorzulegen.

Die Anzahl der Bienenstöcke ist nachbarverträglich zu gestalten. Bei den Grundstücksgrößen der Kleingärten erscheinen uns zwei Völker als Höchstgrenze angemessen.       

Antrag: Anschaffung von CO2-Ampeln für die Moosburger Schulen

In knapp 2 Wochen beginnt die Schule. Die Zahlen der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 (Covid 19 Viren) wird entsprechend der aktuellen Entwicklung nach den Sommerferien wohl leider auch weiter steigen.

Es liegt auch in unserer Verantwortung, dieses Infektionsgeschehen in den Klassenräumen unserer Schulen so gering wie irgend möglich zu halten. Ein sehr wichtiger Faktor ist das regelmäßige und ausreichende Lüften der Klassenräume. Ein Indiz für die Belastung der Raumluft mit Viren ist dabei die Konzentration von CO2 in der Raumluft.

Zur Messung der CO2 Belastung in der Raumluft stehen relativ einfache Geräte zur Verfügung. Eine Messung der CO2-Konzentration wäre auch grundsätzlich unabhängig und deswegen auch nach der Corona-Pandemie sinnvoll.

Die Entwicklung der Infektionszahlen macht das ausreichende Lüften geschlossener Räume wie der Klassenzimmer immer dringender. Ein gut sichtbares Signal zur notwendigen Lüftung mit den CO2-Ampel kann damit wertvolle Hilfestellung leisten, damit die Fenster auch bei steigender Luftbelastung rechtzeitig und lange genug geöffnet werden.

In einer Grundschule in Klettham (Erding) konnte ich es selbst miterleben, wie eifrig die Schüler*innen die Ampel im Auge behielten und die Lehrkraft auf das Umspringen der Ampel auf „gelb“ aufmerksam machten. Dies oft zu einem Zeitpunkt, zu dem man es gefühlt noch gar nicht so dringend empfindet. Dort könnten sicher auch Erfahrungswerten erfragt werden.

Der Preis pro Ampel bewegt sich zwischen 170 – 250€. Dazu muss die Montage gerechnet werden.

Aufgrund unserer Verantwortung für die Schüler*innen und Lehrkräfte halten wir die Anschaffung und Montage der CO2 Ampeln für jedes Klassenzimmer in den Grundschulen und der Mittelschule, für die wir Sachaufwandsträger sind, deswegen für dringend notwendig.

Evelin Altenbeck (Stadträtin), Dr. Michael Stanglmaier (Stadtrat)

Mehr Transparenz bei der Kläranlage. Systematischer Betriebsvergleich mit anderen Abwasserbetrieben

Auf unsere Initiative hin hat in 2019 die Kläranlage Moosburg begonnen, sich am Programm „Benchmarking Abwasser in Bayern“ zu beteiligen.

Vorrangiges Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung und Sicherstellung einer hohen Qualität der Abwasserentsorgung durch:

  • eine objektive Standortbestimmung unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen
  • durch Abweichungsanalysen von Vergleichswerten
  • durch Hinweise zur weiteren betrieblichen Verbesserung

Hier ein Link zum Projekt, das auch von der bay. Staatsregierung gefördert wird. https://www.abwasserbenchmarking-bayern.de/home.html

#Umwelt #Finanzen #Wirtschaft #Kläranlage