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Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 23.11.2017, 20:00 Uhr, Gasthaus Zur Länd 
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Dr. Michael Stanglmaier

Bundestagskandidat

Biochemiker, Stadtrat, Kreisrat, Umweltreferent, Ortsvorstand

45 Jahre, verheiratet, zwei Kinder

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

"Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt"

Dieser Satz hat heute mehr Gültigkeit denn je.
Auch in der Finanzwirtschaft gibt es kein perpetuum mobile.
Die Raffgier und Kurzsichtigkeit von Bankern, Industriellen und Politikern ist keine Basis für ein funktionierendes Wirtschafts- und Finanzsystem. Ein System, das nicht auf Nachhaltigkeit aufbaut kann nicht stabil sein. Das zeigt die aktuelle Krise in aller Deutlichkeit.
Deswegen ist jetzt nicht nur kurzfristiges Krisenmanagement gefragt, sondern auch eine langfristige Weichenstellung in Richtung Nachhaltigkeit. Und das geht nur mit starken GRÜNEN. Dafür möchte ich mich im Bundestag engagieren.

Zu meiner Person

Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Söhne im Alter von 7 und 9 Jahren.

Nach dem Studium der Chemie promovierte ich am Genzentrum München. Danach folgten vier Jahre Forschungstätigkeit an der Innenstadtklinik München und am Klinikum Großhadern in der Krebsforschung. Seit 2001 bin ich Abteilungsleiter bei einer Münchener Biotechnologiefirma im Bereich Entwicklung neuartiger Antikörper zur Tumortherapie.

Ich bin seit 1986 bei den GRÜNEN politisch aktiv, seit 1988 bin ich Ortsvorstand in Moosburg, seit 1990 Kreisrat im Landkreis Freising, seit 2000 Stadtrat in Moosburg, seit 2002 Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Stadtrat und Umwelt- und Energiereferent der Stadt Moosburg.
In dieser Eigenschaft habe ich u.a. die Aktionsgemeinschaft „Sonne für Moosburg“ und das Projekt FahrRad(!)Stadt Moosburg gegründet, deren Sprecher ich seitdem bin. Bei den Kommunalwahlen 2002 und 2008 war zudem ich Bürgermeisterkandidat in Moosburg und erzielte dabei Ergebnisse von 10,5 und 14,2%.
In den 90iger Jahren war ich Mitbegründer und Vorstand der „Bürgerinitiative für eine bessere Abfallpolitik und gegen Müllverbrennung in Moosburg und anderswo“, deren Arbeit es zu verdanken war, dass der Bau einer überflüssigen Müllverbrennungsanlage verhindert und die Weichen für eine nachhaltige Abfallpolitik im Landkreis Freising gestellt wurden.

Schwerpunkte meiner politischen Arbeit

Der Schutz der Bürgerrechte und Einsatz die informelle Selbstbestimmung war schon immer ein starker Pfeiler der GRÜNEN Bewegung.
Doch was sich in den letzten Jahren im Bereich der „Inneren Sicherheit“ verändert hat, erinnert manchmal schon an Orwellsche Verhältnisse, ohne dass dies der breiten Öffentlichkeit überhaupt bewusst geworden ist. Aktuellstes Beispiel ist das BKA Gesetz.
Die GRÜNEN sind die Bürgerrechtspartei. Aber deren Stimme war in den letzten Jahren etwas zu leise. Deswegen möchte ich mich im Bundestag mit dafür einsetzen, dass diese Stimme wieder lauter wird.
Wir brauchen einen starken Staat, der die Freiheit und Rechte seiner Bürgerinnen und Bürger schützt, aber Recht und Freiheit schützt man nicht, indem man sie in einen Käfig sperrt und den Schlüssel wegwirft.

Energie-, Klima- und Verkehrspolitik

war neben der Finanzpolitik ein Schwerpunkt meiner kommunalpolitischen Tätigkeit in den letzten 20 Jahren. Hier möchte ich mich auch im Bundestag besonders engagieren und meine Erfahrungen und Kenntnisse einbringen.
Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die Menschheit in diesem Jahrhundert, auch in Zeiten der Finanzkrise. Beide haben die gleiche Ursache, die Zockermentalität von Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik, die auf kurzfristige Profite und nicht auf Nachhaltigkeit setzen.
Die einen verzocken unser Geld, die anderen unsere Zukunft.
Wir brauchen nicht trotz, sondern gerade wegen der Finanzkrise ein engagiertes Umsteuern in der Energiepolitik hin zu Effizienz und Erneuerbaren Energien. Mittel- und langfristig lassen sich die Finanz- und Wirtschaftskrise ohne eine Wende in der Energiepolitik nicht lösen, ganz im Gegenteil: Die ökologische Gesundung ist eine Voraussetzung der ökonomische Gesundung.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind neben Bildung und Pflege der große Sektor für die Schaffung neuer und zukunftsfähiger Arbeitsplätze.
Die Energiewende ist nicht eine Frage des Könnens, sondern des Wollens. Im Gegensatz zu unserer „Klimakanzlerin“ können wir GRÜNE nicht nur, sondern wir wollen auch.

Die Energiewende ist mehr als nur das Reinschrauben von Energiesparlampen. Klimaschutz und Energiewende sind:

  • angewandte Sozialpolitik:

Weil sich die ärmeren Teile unserer Gesellschaft die steigenden Energiepreise bald nicht mehr leisten können.

  • nachhaltige Verkehrspolitik

Weil alleine in Bayern 30 % der Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr kommen, von der unerträglich hohen Zahl von Toten und Verletzten, der zunehmenden Lärm- und Abgasbelastung und dem Flächenverbrauch ganz zu schweigen.
Weil durch Straßenneu- und Ausbauten, 3. und 4. Startbahnen die Probleme nicht gelöst, sondern ganz im Gegenteil, mittel- und langfristig noch verschlimmert werden.

  • aktive Friedenspolitik

Weil Kriege um Rohstoffe geführt werden. Ohne die Abhängigkeit vom Erdöl hätte es keinen Golfkrieg gegeben.

  • Entwicklungs- und Menschenrechtspolitik

Weil nicht die Merkels und Seehofers den Preis für ihre verfehlte Klima- und Energiepolitik zahlen, sondern unsere Kinder und Enkel. Und weil diesen Preis diejenigen zahlen, die am wenigsten am Klimawandel schuld sind, die Menschen in der 3. Welt.

Das ist die Verantwortung der wir uns alle stellen müssen, und das ist die Verantwortung, der sich eigentlich auch die sogenannten „christlichen“ Parteien stellen müssten.

Wir GRÜNE kämpfen für eine nachhaltige Politik, die unseren Kindern und Enkeln eine intakte und lebenswerte Welt hinterlässt.
Wir müssen nicht das Klima schützen - das Klima ist 4,5 Mrd. Jahre prima ohne uns ausgekommen - wir müssen unsere Lebensgrundlagen schützen.
Das ist ein Kampf, der es wert ist gekämpft zu werden. Dafür möchte ich mich als Mitglied des Deutschen Bundestages einsetzen und dafür bitte ich Sie/Euch um Ihre Stimme bei der Bundestagswahl.

Vielen Dank

Ihr
Michael Stanglmaier