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Solarstrom wirtschaftlich dank Gesetz

Woche der Sonne
Artikelserie für Moosburger Zeitung, Frühjahr 2007
von Dr. Michael Stanglmaier - Sonne für Moosburg

Das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) macht Solarstrom wirtschaftlich

Tabelle Solarstrom Einspeiseverütung

Wie das Erneuerbare Energien Gesetz funktioniert.

Der Kauf einer Solarstromanlage (Photovoltaikanlage) wird vom Staat nicht durch Zuschüsse unterstützt, trotzdem lohnt sich die Investition in eine Photovoltaikanlage, den der erzeugte Strom kann zu einem attraktiven Preis verkauft werden. Das EEG legt fest, dass jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde (kWh) Solarstrom eine feste Vergütung erhält, die je nach Anlage zwischen 37,96 Cent und 54,21 Cent liegt, wenn die Anlage 2007 in Betrieb genommen wird.

Das EEG macht die Anlagenbesitzer also zu Kraftwerksbetreibern, die ihre Anlage durch den Stromverkauf refinanzieren können. Dabei gilt das Prinzip, dass die Einspeisevergütung so hoch, dass der Anlagenbetreiber mit der Vergütung die Kosten für Finanzierung und Betrieb decken kann und zusätzlich eine Rendite erzielt, die etwas höher liegt als eine feste Geldanlage auf der Bank. Denn dadurch ist die Investition für eine Solarstromanlage attraktiv.

Damit dieses Prinzip funktioniert sind im EEG noch einige weitere Punkte geregelt. Es verpflichtet die Stromversorger die Solarstromanlage ans Netz anzuschließen, den gesamten erzeugten Strom abzunehmen und für einen Zeitraum von 20 Jahren zu dem im EEG festgelegten festen Satz zu vergüten.

Genau genommen beträgt der Vergütungszeitraum 20 Jahre plus das Jahr der Installation, d.h. die Gesamtvergütung ist höher, je früher im Jahr die Anlage installiert wird.

Größere Anlagen erhalten eine geringere Vergütung als Kleinanlagen, da ihr Preis pro installierter Leistung günstiger ist. Freilandanlagen sind üblicherweise solare Großkraftwerke, die pro kWp noch günstiger realisiert werden können. Sie erhalten deshalb die geringste Vergütung. Fassadenanlagen erhalten zusätzlich einen Vergütungsbonus von 5 Cent pro kWh.

Entscheidend für die Höhe der Vergütung ist das Jahr der Inbetriebnahme. Da angenommen wird, dass durch die zunehmende Produktion und technische Entwicklung die Kosten für Photovoltaikanlagen von Jahr zu Jahr sinken, singt auch die Vergütungshöhe für Anlage die im Folgejahr in Betrieb genommen werden um 5%.

Durch die attraktive Einspeisevergütung wird eine starke Nachfrage nach Solarstromanlagen (und andere Erneuerbare Energietechniken) geschaffen.

Aufgrund der steigenden Nachfrage investieren die Solarfirmen in neue Produktsanlagen und schaffen Arbeitsplätze. Der Wettbewerb der Unternehmen stimuliert Forschung und Entwicklung.

Die Solarindustrie wird auf Basis eines starken Heimatmarktes und moderner Produktionstechnologie zunehmend am wachsenden Weltmarkt aktiv.

Durch das Marktwachstum sinken die Kosten für Solarstrom aufgrund technologischer Forschritte, verbesserter Produktionstechnologie und hoher Stückzahlen.

Das EEG hat sich als das erfolgreichste Markteinführungsprogramm für die Photovoltaik erwiesen. Das Ziel war, eine Photovoltaikindustrie in Deutschland zu entwickeln, Arbeitsplätze zu schaffen, die Technologieführerschaft z erhalten und die Solarstrompreise zu senken. Und der Markt sollte kontinuierlich aufgebaut werden, damit Solarstrom langfristig einen großen Anteil an der Stromversorgung übernehmen kann.

Diese Rechnung ist voll aufgegangen, Deutschland ist der größte Photovoltaikmarkt weltweit. Und immer mehr Länder interessieren sich für das EEG. In Europa haben Spanien, Frankreich, Italien und Griechenland ähnliche Gesetze eingeführt, aber auch in Amerika und Südostasien steigt das Interesse. So haben die ASEAN-Staaten Anfang 2007 beschlossen, den Anteil der Solarenergie stark auszubauen.

Jetzt ist es notwendig diese Erfolgsstrategie auch in Deutschland ohne Abstriche fortzusetzen um weiter eine kontinuierliche Preissenkung bis hin zur Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

Dann wird im Jahr 2015 in Deutschland der Solarstrom von der eigenen Anlage auf dem Dach billiger sein als Strom von konventionellen Versorgern.