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ZUSAMMEN FÜR EINE LEBENSWERTE WELT 
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Streetworker Jugendarbeit

BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Moosburg
Dr. Michael Stanglmaier, Winfried Held

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte

Hiermit stellen wir folgenden Antrag:

Hiermit beantragen wir zur Verstärkung der Jugendarbeit für den Stellenplan die Stelle für eine/n Streetworker/in aufzunehmen. Die entsprechenden Mittel werden im Haushalt 2007 bereitgestellt.

Begründung:

Mit der bisherigen Jugendarbeit können nur Jugendliche angesprochen werden, die von sich aus den ersten Schritt machen. Jugendliche mit Problemen, die sich zurückziehen, können damit nicht erreicht werden und werden meist erst aufgrund ihrer kriminellen Karriere durch die Polizei aufgegriffen.

Um auch solche Jugendliche rechtzeitig zu erreichen und eine mögliche oder drohende kriminelle Karriere zu verhindern ist eine aufsuchende, niedrig schwellige Jugendarbeit nötig. Diese kann derzeit im Moosburg mit dem vorhandenen Personal zusätzlich zu den sonstigen Aufgaben nicht geleistet werden.

Die Aufgabe des Streetworkers/in umfasst eine aufsuchende Straßen - Jugend- und Sozialarbeit an Treffpunkten der Jugendlichen, mit dem Ziel, Kontakt zu Einzelnen und Gruppen aufzubauen und zu halten, z.B. in Kneipen, Parkanlagen, öffentlichen Plätzen, Kirchplätzen, Einkaufszentren, Schulhöfen, Jugendhaus etc.

Dabei soll eine lebensweltbezogene Beratung Jugendlicher in ihren jeweiligen Alltagszusammenhängen erfolgen, mit dem Ziel, Hilfestellung und Unterstützung ohne Zugangsvoraussetzungen, d.h. niedrig schwellig und im selbstgewählten Setting der Jugendlichen zu bieten.

Dazu muss die Arbeit des/der Streetworker/in bestimmte Qualitätsmerkmale aufweisen:

  • möglichst regelmäßig an Treffpunkten präsent sein
  • Arbeitszeit auf die Gewohnheiten der Jugendlichen abstimmen
  • aktiv auf Jugendliche zugehen
  • die eigene Position und Funktion transparent machen
  • Vertraulichkeit und Diskretion wahren
  • Kontakte prinzipiell auf freiwillige Basis stellen
  • Grenzen und Regeln an den Treffpunkten respektieren
  • bei aller Integration persönliche Distanz

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Michael Stanglmaier

Winfried Held